An der Mitgliederversammlung der Grünliberalen Partei (GLP) Graubünden wurden am Samstagabend, 1. November 2025 in Chur die Parolen für die kantonale sowie die nationalen Abstimmungen vom 30. November 2025 gefasst. Auf kantonaler Ebene sprachen sich die Mitglieder gegen die extreme SVP-Initiative aus und beschlossen einstimmig ein JA zum fairen Gegenvorschlag des Grossen Rats. Auf nationaler Ebene wurden die JA-Parole zur Service-Citoyen-Initiative und die NEIN-Parole zur JUSO-Initiative beschlossen.
JA zum fairen Gegenvorschlag betreffend Ruhegehalt
Die Mitglieder der GLP sind der Meinung, dass ein lebenslanges Ruhegehalt nicht mehr zeitgemäss ist, sind mit der gänzlichen Abschaffung eines Ruhegehaltes, wie es die Initiative fordert, jedoch nicht einverstanden. Mit einer Überbrückungsleistung kann sichergestellt werden, dass sich Regierungsmitglieder während ihrer Amtszeit nicht mit einer Anstellung nach ihrer Regierungszeit auseinandersetzen müssen und damit unabhängig bleiben. Der Gegenvorschlag ist zeitgemäss, fair und hält das Regierungsamt attraktiv.
JA zur Service-Citoyen-Initiative
Ohne Gegenstimme wurde die JA-Parole zur Service-Citoyen-Initiative gefasst. Ein solcher Gemeinschaftsdienst sichert die Personalbestände von Armee und Zivildienst, stärkt die Gesellschaft und macht die Schweiz krisenresistenter. Frauen und Männer können sich militärisch oder zivil einbringen. Der Service Citoyen gibt jungen Menschen damit die Möglichkeit, sich für die Gesellschaft einzusetzen.
NEIN zur JUSO-Initative
Für die GLP steht fest, dass die übermässige Besteuerung von Erbschaften über 50 Millionen Franken zu Zwangsverkäufen von Unternehmensanteilen und zum Wegzug von vermögenden Personen führt. Die Initiative ist schädlich für die Wirtschaft, weshalb die NEIN-Parole beschlossen wurde.