GLP nominiert 47 Kandidierende für die Grossratswahlen und fasst Parolen

Medienmitteilung

GLP nominiert 47 Kandidierende für die Grossratswahlen und fasst Parolen

Anlässlich ihrer Nominationsversammlung hat die Grünliberale Partei Graubünden (GLP) am Mittwochabend 47 Kandidierende für die Grossratswahlen im Juni nominiert. Zudem haben die Mitglieder die JA-Parole zur Individualbesteuerung und die NEIN-Parole zur Halbierungs- und Bargeldinitiative gefasst sowie Stimmfreigabe für die Klimafondsinitiative beschlossen.

Mitte Juni wählen die Bündner Stimmbürger:innen das kantonale Parlament für die Legislatur 2026-30. Anlässlich ihrer Nominationsversammlung im Grossratsgebäude in Chur haben die Mitglieder der GLP insgesamt 47 Kandidierende aus 15 Wahlkreisen nominiert. Der Frauenanteil beträgt rund 35%. «Wir möchten unsere Sitze verteidigen und mit starken Kandidaturen die Fraktion vergrössern. Wir sind überzeugt, dass uns dies auch verbunden mit der Kandidatur von Nora Saratz Cazin für den Regierungsrat gelingen wird», so Géraldine Danuser, Parteipräsidentin GLP GR, anlässlich der Nominationsversammlung.

1x JA,2x NEIN, 1x Stimmfreigabe

Die Mitglieder entschieden sich für die JA-Parole zur Individualbesteuerung. Bei der Individualbesteuerung wird ein Steuersystem aus dem letzten Jahrhundert in die heutige Lebensrealität geführt: Die Heiratsstrafe wird abgeschafft, ebenso die schlechten Erwerbsanreize für Zweitverdienende.

Bei der Klimafondsinitiative haben die Mitglieder Stimmfreigabe beschlossen. Die Initiative wurde kontrovers diskutiert. Einerseits wurde festgestellt, dass die Schweiz noch mehr machen muss, um die Klimaziele zu erreichen. Andererseits ist für ein Teil der Mitglieder ein Klimafonds jedoch der falsche Weg. Nach intensiver Debatte wurde Stimmfreigabe beschlossen.

Zur SRG-Halbierungsinitiative wurde die NEIN-Parole gefasst, dies einstimmig. Die SRG ist in der viersprachigen Schweiz besonders wichtig für den Zusammenhalt und zur Information unserer Bevölkerung. Gerade für das mehrsprachige Graubünden hätte ein Ja zur Vorlage einschneidende Folgen.

Schliesslich entschieden sich die Mitglieder der GLP Graubünden auch bei der Bargeld-Initiative einstimmig für die NEIN-Parole, auch der Gegenvorschlag wird abgelehnt. Für die Mitglieder macht es weder Sinn, das Bargeld in der Verfassung festzuschreiben, noch die bestehende Gesetzesbestimmung in die Bundesverfassung aufzunehmen, was faktisch keinerlei Wirkung hätte.